Empanada ist ein herzhaft, gefüllter Hefeteig

In den südamerikanischen Ländern, sowie auch hier in Spanien, gehören die Empanadas auf den regelmäßigen Speiseplan. Empanadas sind einfache, dünn ausgerollte Hefeteigtaschen mit einer herzhaften Füllung, die frittiert oder in Fett angebraten werden. In den meisten Fällen weisen die Empanadas eine Form auf, die an einen Halbmond erinnert, aber auch eckige Variationen sind vertreten. Beim “Innenleben” sind den Empanadas keine Grenzen gesetzt – so findet man Füllungen nach dem Motto Freestyle – egal, ob scharf oder süßlich-/, orientalisch oder thailändisch angehaucht, erlaubt ist, was schmeckt. Somit verwundert es auch nicht, dass die Empanada im ursprünglichen Sinne ein Essen für arme Menschen gewesen ist. Alle Reste vom Vortag fanden hier ihre Verwertung und wurden zu einer tollen Kreation vereint.

Für die Zubereitung der Empanadas benötigt ihr:

Für den Hefeteig:

  • 250 g Mehl Typ 405 und 250 g Dinkelvollkorn (gesiebt)

Alternativ

  • 500 g Mehl Typ 550
  • 1 Pck Trockenhefe
  • 1 EL Sauerteigansatz
  • 1,5 EL Zucker
  • 300 ml lauwarmes Wasser
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 TL Salz
  • 2 Eier

Für die Füllung:

Bei der Füllung werde ich mich nicht festlegen und euch keine Vorgaben machen, sondern empfehle euch lediglich die eine oder andere Zutat, denn ihr habt hier alle Möglichkeiten, die euer Herz begehrt.

Vom Gemüse-Mix thailändischer Art oder einem Gemüse-Mix für den Wok über das Hühnchen, Rind oder Pulled Pork (siehe Beitrag “Pulled Pork”) könnt ihr alles für eine Füllung nehmen. In Kombination mit Saucen wie Salsa, Soja, Barbecue oder Knoblauch sind die Empanadas einfach nur unglaublich köstlich…

Die Zubereitung für den Teig ist schnell erklärt. Wiegt zuallererst das Mehl ab und gebt den Sauerteigansatz hinzu. Füllt das Wasser ab und achtet darauf, dass es eine lauwarme Temperatur hat. Im Anschluss den Zucker sowie die Trockenhefe unterrühren, bis sich alles im Wasser aufgelöst hat. Füllt im Vorfeld etwas Wasser in einen separaten Becher und löst nur das Salz darin auf. Nun können alle Zutaten, bis auf das Olivenöl, verheiratet werden.

Knetet die Rohmasse ordentlich durch und fügt während des Knetvorganges das Olivenöl hinzu. Der Teig ist fertig, wenn er sich vom Rand der Schüssel ablöst. Je nach Quelleigenschaften des Mehls muss gegebenenfalls noch etwas Mehl (esslöffelweise) hinzugegeben und untergeknetet werden. Deckt den Teig mit einem Tuch ab und stellt ihn bei Zimmertemperatur für 2 Stunden an die Seite. Das Volumen der Teigmasse sollte sich in dieser Zeit verdoppeln. Holt den Teig nach der Gehphase aus der Schüssel und walgt diesen auf einer bemehlten Fläche nochmal von Hand durch.

Die Teig Rohmasse noch 2 Stunden Gehzeit

Der rohe Teig nach 2 Stunden Gehzeit

Die händisch durchgewalgte Teig Rohmasse

Der händisch durchgewalgte, rohe Teig

Um den Teig leichter zu händeln, solltet ihr ihn in 4 Stücke aufteilen. Bemehlt die Arbeitsfläche und rollt 1/4 des Teiges darauf aus. Der Teig sollte mindestens die Stärke eines Messerrückens (und damit ist nicht Rambos Urwaldmachete gemeint) aufweisen. Um eine Einheitlichkeit der Teigrohlinge zu gewährleisten, habe ich mir einen Burger-Ring zur Unterstützung geholt. Einfache Hilfsmittel wie eine Tasse, ein Becher oder eine kleine Plastikschale sind aber auch gut geeignet. Bereitet eure Rohlinge vor – hierzu ein kleiner Tipp – damit die Teigrohlinge nicht an der Arbeitsfläche kleben bleiben, bemehlt ihr die Rohlinge auf der liegenden Seite und verreibt das Mehl dünn darauf. Diese Seite sollte sich danach auf der Oberfläche leicht hin und her schieben lassen.

Die Teig Rohmasse auf Messerrückenstärke ausgerollt

Der rohe Teig auf Messerrückenstärke ausgerollt

Die ausgestochenen Teigrohlinge

Die ausgestochenen Teigrohlinge

Nun geht es aber ans Eingemachte. Bereitet eure Füllmasse vor und stellt diese griffbereit. Schlagt die 2 Eier in einer separaten Schüssel auf und verquirlt diese.

In die eine Hand kommt nun ein Teigrohling und mit der anderen platziert ihr etwas Füllmasse in die Mitte des Teigrohlings. Als grober Richtwert kann bei einen 10 cm großen runden Teigrohling ein gehäufter Esslöffel dienen.

Bestreicht den Rand mit Ei und faltet den Teig vorsichtig ein. Verschließt den Rand der Teigtasche mit einer Gabel und drückt die Zinken im Verlauf des Randes in den Teig ein. Die Teigtasche sollte dabei heil bleiben, denn beim Frittieren würde das Innere verbrennen und kaputt gehen.

Wenn alles gut verschlossen ist, frittiert ihr die gefüllte Teigtasche, bis diese eine krosse, goldbraune Struktur aufweist. Damit das überschüssige Fett ablaufen kann, legt ihr die frittierten Empanadas auf etwas Küchenpapier. Nach etwas Akkord- und Fließbandarbeit solltet ihr eine anschauliche Menge zum Verzehr fertig haben.

Der Teigrohling mit der Füllmasse (thailändische Art)

Der Teigrohling mit der Füllmasse (thailändische Art)

Die zusammengeklappte Teigtasche

Die zusammengeklappte Teigtasche

Die verschlossenen Teigtaschen

Die verschlossene Teigtasche

Die Empanadas goldbraun frittieren

Die Empanadas goldbraun frittieren

Die fertig frittierten Empanadas

Die fertig frittierten Empanadas

Empanada nach thailändischer Art

Empanada nach thailändischer Art

Durch die Vielfalt an Variationen ist die Empanada für jeden geeignet. Sie ist saftig, aromatisch und absolut lecker. Einfach die Empanada in die Hand nehmen, in die Sauce tunken und genießen. Es enfaltet sich ein tolles, geschmackliches Aroma im Mund.

Wie nennt man es… Ich glaube “Foodporn” trifft es sehr gut… 😉

Wenn euch mein kleiner Beitrag gefallen/geholfen hat, freue ich mich über Kommentare und Anregungen von euch.

Mir bleibt an dieser Stelle wieder nur zu sagen, Bon Appetit – lasst es euch schmecken.