Ein bisschen italienisches Flair, auch für Zuhause …

Leidenschaftlich gerne essen meine Familie und ich Pasta, Pizza und Co und wollen hierauf auch beim Grillen ungern verzichten. Nachdem ich schon seit diversen Jahren meine Pasta selber mache und hier auch als Gegenprodukt oft diverse Pizzen aus dem Backofen gezaubert habe, war es für mich nur eine Frage der Zeit, dass ich mir einen Pizzastein für meinen Grill kaufen würde.

Nachdem ich mir zum Testen zuerst eine günstige Variante gekauft hatte, welche in der Verarbeitung nicht ganz so glücklich gewesen ist und dadurch auch keine lange Lebensdauer aufwies, habe ich mich für den Weber Gourmet BBQ System Pizzastein mit Gestell entschieden. Der Weber Gourmet BBQ System Pizzastein mit Gestell ist ordentlich verarbeitet, stabil verpackt und macht für mich einen guten, soliden ersten Eindruck, ist aber mit einem Preis von 55 € (Durchschittspreis) keine portemonnaie-freundliche Anschaffung.

Der Pizzastein besteht aus zwei Komponenten: Dem Speckstein an sich und dem dafür benötigten Gestell. Das Gestell, welches dem Stein beigefügt ist, dient lediglich dazu, diesen vernünftig auf den Weber Gourmet BBQ System zu integrieren. Der Speckstein ist nicht nur auf den Weber Gourmet Einsatz beschränkt, sondern kann im Backofen verwendet, oder auf einem anderen Grillrost betrieben werden.

Unabhängig von Ratschlägen und Empfehlungen habe ich den Stein zuerst auf dem Grill eingebrannt. Ob es Sinn macht oder gar überflüssig ist, möchte ich nicht bewerten – ich für meinen Teil handhabe das aber nun einmal so!

gebrauchtes Weber Pizzastein-Set

gebrauchtes Weber Pizzastein-Set

Zum Einbrennen den Anzündkamin wie gewohnt mit Kohle oder Briketts befüllen und durchglühen lassen. Um eventuelle Produktionsrückstände am Stein zu entfernen, würde ich diesen vorher mit warmem Wasser abspülen/reinigen und abtrocknen. Wenn der Anzündkamin sein Werk vollbracht hat und durchgeglüht ist, verteilt ihr die Kohle im Verlauf kreisförmig am Rand des Kugelgrills und legt den Stein in die dafür vorgesehene Stelle im Grill. Ich persönlich würde die Glut niemals direkt unter dem Stein platzieren, da der Stein hier punktuell extremer Hitze ausgesetzt ist und meiner Meinung nach das Ganze dann zu einer Beschädigug führen kann – Ziel soll es ja lediglich sein, dass sich der Stein auf die entsprechende Raumtemperatur im Grill erhitzt und dadurch den Teig kusprig ausbackt.

integrierter Pizzastein

integrierter Pizzastein

Meine Pizzavariationen backe ich immer so zwischen 180 Grad und 220 Grad, denn zuviel Hitze sorgt für ein zu schnelles Durchbacken vom Teig, so dass der Käse keine Zeit mehr zum Zerlaufen hat und bei zu wenig Hitze braucht die Pizza gefühlte Stunden, bis sie servierfertig ist. Sinvoll ist es, den Stein und die Kohle/Briketts immer zusammen auf Temperatur kommen zu lassen. Insgesamt benötigt eine Pizza, je nach Temperatur (~200 Grad), so um die 7-10 Minuten. Wenn der Käse zerlaufen, der Pizzaboden fest/kross ist und der Rand der Pizza eine feste Krossigkeit aufweist – je nach persönlichem Geschmack – sollte die Pizza fertig sein.

Holzekohle/Briketts zünden – wenn durchgeglüht, dann diese kreisförmig am Rand verteilen – Pizzastein auf die vorgesehene Stelle platzieren – abwarten bis Temperatur erreicht ist – und los geht’s

Meine ersten Versuche, die Pizza auf dem Grill zu backen, waren erbärmlich. Nun ja, zum einen war der rohe Teig fertig belegt, schwer und wabbelig und dadurch schwierig auf den Pizzastein zu bekommen und zum anderen konnte es je nach Zutaten auch sein, dass dieser durchweicht. Zwei größere Bratenwender konnten hier auch nicht zum Erfolg führen und weiterhelfen. Ganz ehrlich gesagt war das schon etwas unbefriedigend, aber die Pizza schmeckte trotzdem schonmal ziemlich lecker ! 🙂

Meine andere Variante war es, Backpapier in Pizzaform auszuschneiden und mit der Pizza zusammen diese auf dem Stein für 2 Minuten vorzubacken. Hierdurch kommt etwas mehr Stabilität in die Sache und die Pizza weicht auch nicht so schnell durch. Mein Fazit ist, dass die zweite Variante eindeutig die bessere ist.

Absolut zufrieden war ich aber erst, als ich mir einen Pizzaheber gekauft habe. Die Vorteile liegen eindeutig auf der Hand. Der Heber ist groß genug, um die Pizza von Ort “A” nach Ort “B” zu transportieren. Auch kann man diese dadurch unbeschadet auf dem Stein ablegen und nach dem Fertigbacken in einem Rutsch herunternehmen.

Freestyle-Pizza

Freestyle-Pizza

Mein Tipp – Ein Pizzaheber ist für mich ein absolutes Muss für das Backen einer Pizza auf dem Pizzastein.

Ob man hier  auf einen Markennamen zurückgreift oder sich einen günstigeren Heber kauft, ist nicht ausschlaggebend. Wichtig ist einzig und allein der Zweck, den dieser zu erfüllen hat.

Pizzaheber

Pizzaheber

Mein Fazit- geschmacklich kommt die Pizza dem einer Steinofenpizza schon ziemlich nahe, bzw. kann man meiner Meinung nach beide auf die gleiche Ebene setzen. Der Pizzastein ist für mich nicht mehr wegzudenken und bereitet meiner Familie und meinen Freunden viel Spaß. Geschmacklich absolut der Hammer und mit einem normalen E-Backofen nicht zu vergleichen und auch nicht ansatzweise hinzubekommen. Ein kleiner Punkt sollte hier aber nicht unerwähnt bleiben. Es kann immer nur eine Pizza zur Zeit gebacken werden und ist nicht für eine Massenabfertigung gedacht. Man bekommt das aber spielend hin, hier das Ganze zu optimieren. Wir handhaben das bei uns immer so: Eine Pizza nach und nach und jeder greift zu.

 

Ein Pizzastein ist ein absolutes “must have” für jeden grillbegeisterten Pizzafan.

 

Tomaten Mozzarella Pesto Pizza

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Elsässer Flammkuchen

Elsässer Flammkuchen

Freestyle - ungebacken

Freestyle – ungebacken